•   31 August 2018

Von Paris nach München

Interkultureller Austausch hautnah erlebt – Anouck, unsere französische Kollegin, hat einen Sommer bei uns im Münchner Office verbracht und gearbeitet. Hier hat sie ihre Eindrücke und Erlebnisse festgehalten:

Vor ein paar Monaten hat mir Edouard, Head of OneChocolate France angeboten, einen Monat im München zu verbringen, um in die Kultur und Sprache einzutauchen. Ich könne remote vom OneChocolate Germany Office aus arbeiten, meine Aufgaben blieben aber dieselben. Der einzige Unterschied wäre, dass ich nun mit meinen Kollegen in Frankreich über E-Mail kommunizieren würde, anstatt, wie gewohnt, mit denen in Deutschland. Die Gelegenheit habe ich natürlich gerne wahrgenommen und – voilà – hier bin ich. Nach einem Monat im Münchner Office bin ich überwältigt von der Erfahrung und der Liebenswürdigkeit meiner deutschen Kollegen.

Ich versuche meinen Aufenthalt in München einmal in drei Punkten zusammenzufassen:

  1. Der „OneChocolate“-Spirit

Was mich bei meinem Aufenthalt am meisten bewegt hat, war, dass ich hier dieselbe Freundlichkeit und Rücksichtnahme erfahren durfte, die charakteristisch für die Arbeitsweise bei OneChocolate in Paris ist. Ein kleines Team zu sein, schweißt uns zusammen, wir helfen einander gerne und teilen unsere Erfahrungen im Berufsalltag. Und es hat sich herausgestellt, dass dies bei OneChocolate in München auf die selbe Art und Weise funktioniert!

Genau wie in Paris arbeitet das deutsche Team in der Regel in Zweier- oder Dreierteams, aber die restlichen Kollegen sind immer da, wenn Ratschläge benötigt werden, Dokumente Korrektur gelesen werden müssen oder spezifisches Fachwissen benötigt wird.

Da wir im IT-B2B-Sektor arbeiten, haben wir eine sehr spezifische Herangehensweise an die PR. Wir müssen Experten in verschiedenen Fachbereichen werden – von Cybersecurity über Datenspeicherung bis hin zu Smart-Home-Lösungen. Schließlich ist es essentiell, alles was wir durch unsere Kunden lernen, im Team zu teilen.

  1. Die kulturelle Erfahrung

Genau wie in Frankreich wird ein Tag im Büro durch Essen unterbrochen: Mittagessen, Kaffeepausen, Schokoladenpausen und so weiter. Aber es sieht so aus, als würde OneChocolate München noch einen Schritt weiter gehen.

Als ich am ersten Montag zum ersten Mal ins Office kam, wurde ich mit einem riesigen Frühstück begrüßt, das jedes all-inclusive-Hotel in den Schatten stellen würde. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass mich eine großartige Zeit erwartet. Dann habe ich herausgefunden, dass es dieses Frühstück jeden Montag gibt. Während meiner ersten Woche haben zwei Kollegen Kuchen für das ganze Team gebacken. Und der wöchentliche Wrap-up am Freitag wird entweder mit einem Glas Wein oder einem Eis kombiniert. Tschüss, Bikinifigur!

Eine der größten kulturellen Unterschiede sind die Arbeitszeiten. Obwohl wir in Paris versuchen, so flexibel wie möglich zu sein, passen wir unsere Arbeitszeiten an die unserer Kunden und der Journalisten an. Deshalb startet unser Arbeitstag normalerweise gegen neun Uhr morgens und endet zwischen sechs und halb sieben Uhr abends. In München beginnt und endet der Arbeitstag früher. Ich war sehr überrascht, als ich eines Tages um 8:30 Uhr ins Büro kam und bereits das halbe Team da war. Aber dann bemerkte ich auf meinem Arbeitsweg, dass auch die Cafés bereits voll waren und die Gäste ihren Kaffee schon um halb neun leer hatten, bereit in den Tag zu starten. Wir haben eine Redewendung in Frankreich: „L’avenir appartient à ceux qui se lèvent tôt” (Die Zukunft gehört denen, die früh aufstehen), aber ich finde nicht, dass sie wirklich das Pariser Leben wiederspiegelt, wo dort die Welt doch erst gegen 10 Uhr lebendig wird.

  1. Interkulturelle Kommunikation von seiner besten Seite

Obwohl die Kommunikation zwischen den Büros in Paris, London, München und San Francisco das ganze Jahr über sehr fließend ist, ist es immer vorteilhaft, unsere Kollegen persönlich zu treffen.

Einen Monat in München zu verbringen, hat mir geholfen, meine deutschen Kollegen besser kennenzulernen und ihre Arbeitsprozesse und ihre Herangehensweise an die IT-B2B-Branche besser zu verstehen (was der französischen Herangehensweise sehr ähnelt).

Ein Beispiel aus meiner ersten Woche: Einer meiner französischen Kunden fragte mich nach der Bedeutung des Wortes „E-Shot“. Ich dachte kurz laut darüber nach, da hatte auch schon eine Kollegin erwähnt, dass sie ein paar Tage zuvor genau dasselbe von einem deutschen Kunden gefragt wurde. Sie hatte also die perfekte Definition eines E-Shots bereits schriftlich. Und wie sich herausstellte, wurden wir das vom gleichen Unternehmen gefragt!

Über diesen Monat hinweg, haben wir viele Tipps über gemeinsame Kunden ausgetauscht, aber auch über unsere Herangehensweise an die PR und den IT-Sektor und ich finde, wir haben eine starke Beziehung zueinander aufgebaut.

Alles in allem bin ich meinen deutschen Kollegen sehr dankbar für ihre herzliche Aufnahme. Ich habe mich sehr integriert gefühlt, sie haben mich wie jeden anderen Kollegen des Teams behandelt, obwohl mein Deutsch nicht perfekt war… (Ich arbeite daran, versprochen!). Diese Erfahrung war aufschlussreich, lohnend und absolut fantastisch.

Und jetzt freue ich mich auf unser nächstes Office-Wiedersehen!