Hashtags - beinahe kein Social-Media-Kanal kommt mehr ohne sie aus. Doch wie viele Hashtags pro Post sind genug? Oder zu viele? Hier gibt es einen Überblick
   •   28 Januar 2019

In Maßen oder Massen? So viele Hashtags benötigen Social-Media-Kanäle

Hashtags beherrschen die Social-Media-Welt. Kaum ein Post kommt ohne das berühmte Raute-Zeichen aus – es sei denn man legt keinen Wert auf Reichweite und Engagement.

Doch die Dosierung und vor allem die richtige Verwendung von Hashtags ist ein Drahtseilakt. In den verschiedenen sozialen Netzwerken gelten unterschiedliche Gebrauchstipps für das #.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick, wie sie Hashtags erfolgreich in den verschiedenen Kanälen einsetzen.

Sinn und Nutzen von Hashtags

Das Hashtag – oder im Deutschen auch Rautezeichen – ist eine Möglichkeit, Posts mit relevanten Schlagwörtern zu versehen, um Interessierten die Inhaltsfindung zu erleichtern. Mit einem Klick auf das Hashtag bekommt der Nutzer alle Inhalte angezeigt, die das gleiche Hashtag verwenden. Außerdem können selbst die Menschen außerhalb des eigenen Follower-Kreises, die sich für das Hashtag interessieren, auf den Post aufmerksam werden. So wird automatisch die Reichweite der eigenen Posts vergrößert.

Außerdem haben Unternehmen die Möglichkeit, die Performance eigener Produkte oder Aktionen durch gezielte Verwendung eigener Hashtags genau nachzuverfolgen. Zu einer ausgefeilten Hashtag-Strategie gehören jedoch auch Kenntnissse über die Dynamik der Rautenzeichen in den unterschiedlichen Netzwerken.

Hashtags auf Twitter

Der Siegeszug der Hashtags begann auf Twitter: Viele Nutzer markierten bestimmte Wörter mit dem Rautezeichen oder suchten mit seiner Hilfe nach bestimmten Schlagworten. Nur wenige Zeit später führte Twitter die automatisierten Verlinkungen ein.

Damit sind Hashtags essentiell für den Erfolg eines Tweets. Studien haben gezeigt, dass Posts, die Hashtags enthalten, auf Twitter doppelt so viel Engagement erfahren, wie vergleichbare Posts ohne Hashtags. Das Engagement setzt sich in diesem Fall zusammen aus: Likes, Retweets, Klicks und Antworten.

Allerdings sollte man darauf achten, seine Leserschaft nicht mit den blau markierten Hashtags zu überfluten: Auf Twitter reichen zwei Hashtags pro Post absolut aus. Bei mehr als zwei Hashtags sinkt das Engagementwieder.

Hashtags auf Facebook

Ursprung der Hashtag-Parade war Twitter, doch wollte auch Facebook schnell auf den erfolgreichen Zug der verschlagworteten Kommunikation aufspringen. Was jedoch bei Twitter exzellent und geradezu über Nacht erfolgreich war, erwies sich als ein schwerer Gang auf Facebook. Erst mit der Zeit wurden die Hashtags auch auf diesem sozialen Netzwerk von den Usern angenommen.

Und auch bei Facebook gilt: weniger ist mehr. Je mehr Rautenzeichen ein Post enthält, umso weniger Interaktionen erfährt er. Die meisten Engagements bringen Posts mit lediglich einem oder zwei Hashtags – oder gar keinem Hashtag.

Hashtags auf Instagram

Der Hashtag-Kanal ist Instagram. Auf der sozialen Foto-App sind Hashtags geradezu ein MUSS. Bei Bildern, die mit über zehn Hashtags beschrieben werden, ist die Interaktion mit Abstand am höchsten. Interessant: Bei genau zehn Hashtags erzielt der Post etwa genau so viel Engagement wie ein Post, der komplett auf Hashtags verzichtet. Deshalb ist es auf diesem sozialen Netzwerk nötig, mit zahlreichen Hashtags zu arbeiten, um die größtmögliche Sichtbarkeit in der Zielgruppe zu erreichen.

Dies liegt vielleicht auch an der Geschichte von Instagram: Früher wurden zu den Bildern nur selten richtige Texte geschrieben, oft war es nur eine Aneinanderreihung von Hashtags. Inzwischen stehen bei Instagram die Geschichte im Vordergrund. Die Hashtags werden meist in einem extra Kommentar im Anschluss eingefügt.

Bei Hashtags kommt es auf die Dosierung an

Viel hilft also nicht auf jedem Netzwerk viel – manchmal geht es auch darum, in Maßen, statt in Massen zu glänzen. Orientieren Sie sich bei der Wahl ihrer Hashtags also am Bedürfnis der Nutzer. In unserem nächsten Blogpost informieren wir Sie, wie Hashtags aufgebaut sein sollten, damit Unternehmen einen möglichst großen Nutzen daraus ziehen können.